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Gedankenverzeichnis

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Radioaktivität kommt in der Zeitung und in den Nachrichten vor, und jeder kann sich etwas darunter vorstellen. Der Begriff gehört zum Alltag.
Radioaktivität ist, wenn etwas wegfliegt - simpel gesagt. Beim Element Plutonium zum Beispiel "splittern" 2 Sorten kleine Teilchen ab und eine Sorte recht gefährlicher "Zauberstrahl". Alles drei nennt man auch - ein bischen falsch - radioaktive Strahlung.
1. Alpha-Teilchen
2. Beta-Teilchen
3. Gammastrahlung
Diese drei "Strahlen" kommen aus jedem einzelnen Atom dieses Plutoniums heraus.
Früher habe ich gedacht, die Apha-Teilchen beispielsweise - die würden regelmässig wie das Ticken einer Uhr das Atom verlassen, vielleicht in jeder Sekunde ein Teilchen. Und dann habe ich mir ausgerechnet, dass in wenigen Minuten keine Apha-Teilchen mehr wegfliegen könnten, denn sehr viele sind nicht im Atom drin.
Und dann habe ich weitergedacht, dass dann also das gefährlich strahlende Plutonium harmlos ist - gewissermassen leer gestrahlt. Wenigstens frei gestrahlt von Apha-Teilchen. In wenigen Minuten!
In meinem Physikbuch las ich aber: Nein, man müsse Tausende von Jahren warten, dann erst sei die Strahlung zu Ende. Und ich dachte, wie kann denn das sein?
Später erfuhr ich, dass die Alpha-Teilchen nicht wie das Ticken einer Uhr das Atom verlassen, also regelmässig. Ich erfuhr auch, dass die Teilchen nicht schnell hintereinander auf Wanderschaft gingen. Sie hätten eher eine Art Eigensinn: Heute könne sich ein Teilchen auf den Weg begeben und morgen erst das nächste, es könne aber auch das nächste erst in zehn Jahren Lust auf einen Ausflug verspüren. Über die einzelnen Zeitpunkte des Wegfliegens könne man nichts in Erfahrung bringen.
Na gut, dachte ich, dann will ich aber doch mal wissen, was denn der Auslöser in demjenigen Augenblick ist, wann sich ein Teilchen auf den Weg macht. Ein Ball, wenn er fliegt, wird zum Beispiel von einem Fuss getreten. Wer aber tritt unmittelbar vor dem Abflug das Teilchen?
Und da bekam ich von Leuten, die den Anschein erweckten, sie seien Fachleute, eine äusserst merkwürdige Antwort: Das Wegfliegen habe einfach keine unmittelbar vorhergehende Ursache. Das fliege halt "so" weg.

Das zu glauben fällt mir schwer. Ich denke: Wenn in der Umgebung des Teilchens 1 Sekunde vor dem Wegfliegen ein Zustand geherrscht hat, der es noch nicht wegfliegen liess (denn sonst hätte es sich ja schon zu diesem Zeitpunkt entfernt), dann muss im Augenblick des Wegfliegens in der Umgebung des Teilchens etwas irgendwie anders sein als vor dieser Sekunde. Nämlich so anders, dass nunmehr die Bedingung zum Wegfliegen erfüllt ist.

Was also mag die unmittelbar vorhergehende Ursache - der Auslöser - für das Wegfliegen wirklich sein?

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